HINTER DER GRENZE

Projekt
«Fremd sein – oder einfach anders»
Werkstatt für den interkulturellen Dialog mit geflüchteten Jugendlichen und jungen Einheimischen [werkstatt2]

mit
Abdulsalam Alan Ali Sina Alireza Amira Ashraf Carla Diana Elin Harriet Jasmin Kogulan Lars Lilly Maline Mona Mohammad Murtaza Nadine Neville Parwiz Reza Selma Silja Vanessa

Spielart: Stefanie Bürger
Annina Dulllin Marc Eichenberger
Alma Herrmann Andreas Herrmann
Emma Herrmann Paula Herrmann
Anne-Sophie Mentha Regula Mentha
Manuel Schneider Claudine Ulrich
Aneke Wehberg-Herrmann Andreas Zürcher

 Der Theaterkurs der Kantonsschule Luzern Alpenquai, der seit 9 Jahren von spielart geleitet wird, beschreitet in diesem Jahr neue Wege. Im Rahmen des Projekts «Fremd sein – oder einfach anders» begegnen sich eine Gruppe von jungen Geflohenen und die Beteiligten des Theaterkurses und erarbeiten gemeinsam eine Aufführung. Seit November 2017 arbeiten sie an selbstgeschriebenen Texten, Gedankenfragmenten, Fragen und Antworten und setzen sie in Sprache, Bewegung, Bilder und Musik um. Die Arbeit ist prozesshaft und spiegelt die Qualität der Begegnungen und der gemeinsamen Erfahrungen. Pressetext

„Meinen Raum teilen – wie geht das?
Einen Kuchen kann man teilen.
Wenn ich meinen Raum teile, dann teile ich meine Kultur mit der Kultur von Anderen.
Aber, wenn ich meinen Kuchen teile, ist dann noch genug für mich da?
Vielleicht teilt jemand mit mir seine Samosas,
und ich gebe ihnen ein Stück Kuchen von mir,
ein anderer bringt türkischen Kaffee
und wir machen ein Picknick.“

„Alle haben eine Uhr, überall hängen Uhren, aber niemand hat Zeit.
Wieso? Ich verstehe das nicht.
Wenn du Geld hast, kannst du eine teure Uhr kaufen.
Aber du kannst keine Zeit kaufen.“

„Als ich das erste Mal nach Europa kam, dachte ich, das ist jetzt Europa.
Ich habe meine Mutter angerufen und ihr gesagt: Sie sollen auch kommen, die Leute sind nett.
Da sagte meine Mutter: Wir können nicht kommen, aber du, du sollst das Beste aus deinem Leben machen.“

„Ich fühle mich unwohl
Weil ich Angst habe, zu neugierig zu sein
Weil sie mehr erlebt haben
Mehr durchlebt haben
Wirkliche Probleme haben
Schweige ich lieber“