Ein Sommernachtstraum

nach William Shakespeare

Theaterkurs und Klassen 1b und 1k

Heiraten, die grosse Liebe finden, einen Mann, der auch dem Vater gefällt und der dem König genehm ist. Dem König, der gerade die Hochzeit mit der Amazonenkönigin plant.
Kann man es in der Liebe allen recht machen? Kann man Liebe planen? Kann man Liebe verstehen?
Liebe ist grossartig, überwältigend, überraschend, aufregend und voller Verheissungen. Liebe irritiert, verwirrt und macht Angst.
Was ist, wenn sich die Freundin verliebt? Was, wenn der, in den ich verliebt bin, auch noch in meine Freundin verliebt ist? Liebt man dann am stärksten, wenn sie oder er nicht will? Und dann der Liebeskummer, weil er, der mich früher liebte, mich heute hasst? Kann man der Liebe trauen?
Liebe ist mehr und anders.
Liebe ist kompliziert und unberechenbar.
Vor allem dann, wenn sich allerhand Nachtgestalten wie Kobolde, Feen und deren Königin und König einmischen. In der Sommernacht verwirren sich die Gewissheiten der Tagwelt. Gespielt wird ein Fest der Sinne – mit Hochs und Tiefs und allerart Turbulenzen.

Regie  Aneke Wehberg Herrmann   Choreografie Musik Bühne  Marcel Leemann   Kostüme  Paula Herrmann   Licht  Sandro Koller  Peter Emmenegger   Technik  smARTec   Dramaturgie  Regula Mentha

Plakat "Ein Sommernachtstraum"

Der Theaterkurs zeigt dieses Jahr «Ein Sommernachtstraum» nach William Shakespeare auf der Bühne der Aula der Kantonsschule Alpenquai Luzern. Zusätzlich zu den über 20 Schülerinnen und Schülern des Freifachs Theater beteiligen sich zwei 1. Klassen im Rahmen des Deutschunterrichts am Projekt. Deutschlehrer dieser Klassen sind Stefan Graber und Andreas Zürcher. Lange Zeit haben der Kurs und die Klassen parallel ihren Beitrag zum Stück entwickelt. Erst gegen Schluss wurde in gemeinsamen Proben mit über 60 Schülerinnen und Schülern das Zusammenspiel geprobt. Organisatorisch ist das alles für die Schule und für die Schülerinnen und Schüler eine grosse Herausforderung.

Es wurde viel verlangt an Anpassung, Verantwortung und grösstmöglicher Unterstützung. Theaterprojekte fordern heraus; andere Qualitäten als im «üblichen» Schulalltag sind gefragt.

Ästhetische Bildung ist Teil einer umfassenden Bildung. Künstlerische Arbeit lernt und erfährt man am ehesten im Tun, indem man an einem künstlerischen Prozess teilnimmt.

Der «Sommernachtstraum» ist ein Stück, das auch von Schulen oft gespielt wird. Sehgewohnheiten haben das Stück geprägt. Uns war es wichtig, eine eigene Umsetzung des Stücks zu finden, die der Lebensrealität unserer Schülerinnen und Schüler möglichst nahe kommt. Sprachlich bleibt unsere Fassung nah am Text von Shakespeare, allerdings wurde der Text stark gekürzt, so dass er von jugendlichen Spielerinnen und Spielern bewältigt werden kann. Shakespeare stellt in seinen Stücken viele wunderbare jugendliche Figuren auf die Theaterbühne. Mit Neugier und Lebenslust stellen diese die grossen Fragen ans Leben. Immer wieder geht es um die Liebe. Im Sommernachtstraum dreht sich das Spiel um die anarchische, triebhafte Liebe, mal sinnlich, frech, provokativ und voller Spass an dem, was passiert, wenn die Ordnung gestört wird, dann auch leise, nachdenklich und voller banger Erwartungen. Der «Sommernachtstraum» setzt Energien frei, die die Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren auf der Bühne zeigen. Dieses Jahr arbeiteten wir eng mit dem Choreografen Marcel Leemann zusammen. Marcel Leemann ist ein erfahrener Choreograf und Tänzer, der regelmässig mit Jugendlichen Themen anhand von Bewegungsmaterial in Choreografien umsetzt und der regelmässig an grossen Häusern arbeitet, unter anderem in der diesjährigen Inszenierung von «Alice», dem Schauspielmusical u.a. von Tom Waits, am Luzerner Theater in Zusammenarbeit mit Andreas Herrmann, dem künstlerischen Leiter des Schauspiels Luzern.

Aneke Wehberg Herrmann und Regula Mentha