«Spüren, wie das Leben fliegt» oder «Das Haar in die Luft legen»

Stück und Spiel Theaterkurs der Kantonsschule Alpenquai Luzern 2013/14

Die Schülerinnen und Schüler aus dem diesjährigen Theaterkurs der Kantonsschule Alpenquai Luzern haben Texte geschrieben und sich auf der Bühne mit ihnen auseinandergesetzt. Und es ist ein poetisches Stück entstanden, das sehr persönlich geworden ist. Es kommt nah und geht unter die Haut. Und ist trotzdem verschwiegen und diskret. Wer sich auf die Aufführung einlassen mag, darf sich in innig empfundene Welten voller Geheimnisse und Zauber verführen lassen.

Regie: Aneke Wehberg Herrmann
Choreografie und Bühne: Marcel Leemann
Dramaturgie: Regula Mentha
Einstudierung Gesang: Brigitte Kuster
Koordination: Andreas Zürcher

Zum Stück

Genauer sehen, hinschauen – mehr hören, zuhören – riechen – schmecken – am ganzen Körper fühlen, in sich hinein fühlen, sich einfühlen - - -

Die Welt wahrnehmen. Oder eher meine Welt wahr–nehmen? Meine Wahrheit, meine Wirklichkeit?

Manches finde ich schön, ich mag es, anderes mag ich nicht, ich finde es hässlich. Manches ist mir wichtig. Es hat für mich eine Bedeutung, einen Wert.

Und jetzt Worte suchen für das, worum es geht. Die treffenden Worte finden, die „richtigen“. Es sind Worte, die „stimmen“. Sie kommen von innen.

Worte malen Bilder. Wenn die Worte die „richtigen“ sind, wenn die Bilder stimmen, dann sind die Worte stark, so stark, dass sie manchmal weh tun, oder so schön, dass sie beflügeln.

Wenn die Sprache dicht ist, fangen die Worte an, sich dem Zugriff zu entziehen. Die Worte weisen über sich hinaus, auf die Welt hinter den Worten, unter den Worten oder zwischen den Worten. Die Worte schimmern, sie flirren.

Die dichte Sprache, die Dichtung, beschreibt genau und konkret und weist doch immer darüber hinaus auf etwas Allgemeines, etwas Grösseres. Sie verbindet damit Menschen, so auch Menschen von früher mit Menschen von heute.

Alltag wird poetisch. Erleben erfindet sich neu.

Die Schülerinnen und Schüler aus dem diesjährigen Theaterkurs haben sich auf diese Phänomene eingelassen und Texte geschrieben und sich auf der Bühne mit ihnen auseinandergesetzt. Und es ist ein poetisches Stück entstanden, das sehr persönlich geworden ist. Es kommt nah und geht unter die Haut. Und ist trotzdem verschwiegen und diskret. Wer sich auf die Aufführung einlassen mag, darf sich in innig empfundene Welten voller Geheimnisse und Zauber verführen lassen.

Eine Klasse „Bildnerisches Gestalten“ hat sich mit ihren Mitteln dem Thema angenähert und Objekte gebaut, die in ihrer eigenen Sprache davon erzählen.

Die Texte der Schülerinnen und Schüler wurden ergänzt mit mehr oder weniger bekannten Texten, unter anderem von Herrmann Hesse und Ricarda Huch.

Regula Mentha